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“Lieber allein” & “Wann fängst du an?” – Meine Songs der Woche

4 Minuten Lesezeit

Woche für Woche beschreibt unser Redakteur Lukas Hinz seine Einblicke & Ansichten in Songs, die ihn bewegen – inklusive Spotify- oder YouTube-Link und Playlist zum dauerhaften Hören!

Diese Woche: “Lieber alleine” von LEA und “Wann fängst du an” von Von Wegen Lisbeth

Foto: Robert Bajela / Fotografien Bajela

LEA ist die Tochter eines Musiktherapeuten und machte ihr Abitur an der Jacob-Grimm-Schule in Kassel. Bereits mit 15 Jahren hat sie damit angefangen, Videos mit Pianopop bei YouTube zu veröffentlichen. Nach ihrer Schulzeit war sie ein halbes Jahr in Argentinien und studiert nun Musik und Sonderpädagogik in Hannover. LEA ist einer der erfolgreichsten Künstlerinnen in Deutschland!

LEA sagt ganz zu Anfang von zwei Protagonisten. “Alles, was du sagst, ist tausend Meilen weit”, zwischen Hannover und Valencia bleibe nur die Zeit, sowie zwischen Ihrem Anruf und seinem Schweigen, zeischen dem Warten und all ihren Fragen. Sie fragt den zweiten Protagonisten, ob er nichts mehr zu sagen hat, oder ob dort nichts mehr zu sagen ist. Wie weit kann ehr laufen, um nicht fort zu sein? Sie wäre gerade lieber allein. Sie hört ihn atmen, durch’s Telefon. Dann fragt sie, was schon tausend Meilen sind. Sie betont anschließend öfters, dass sie allein sein möchte.

Der Song zeigt meiner Meinung nach in der Liveversion die unglaubliche Schönheit der Stimme von LEA. Durch die einfühlsamen Töne klingt der Lied beim ersten Hören nicht, wie eine Ballade mit der Botschaft “Lass mich lieber alleine”, sondern ehr wie eine sanfte Liebeserklärung mit dem Zusatz, dass man doch lieber irgendwie alleine wäre.

SONG 2: “Wann fängst du an?” von “Von Wegen Lisbeth”.

Bild: celleheute.de – 14/09/2018

Von Wegen Lisbeth ist eine Band aus Berlin, die vor allem Indie-Pop spielt und 2006 unter dem Namen “Fluchtweg” gegründet wurde. Von Wegen Lisbeth singt nur auf Deutsch und ist bekannt dafür, dass sie in ihren Musikstücken ungewöhnliche Musikinstrumente zu nutzen. Der Durchbruch schafften die fünf 2016.

Im Text geht es im einen Neustart. Alles wird zehn mal über’n Haufen geworfen und der Zug zum Aufspringen ist länst weg. Doch das ist egal, denn sie können ja Laufen. Sie suchen nach dem Gefühl in der damaligen Stimmung, auf einem Dachboden der Erinnerung. In Strophe 2 trinkt der Protagonist mit seinem Ex ruhig den Kaffee, will aber nicht still stehen. Im Kopf sind mehr Pläne, als bei Google Maps und wenn er nicht aufpasst, wird er irgendwann ersetzt. Er hat noch nichts, absolut nichts umgesetzt.

Der Song wirft meiner Meinung nach den Hörer direkt in die Realität. Die Instrumente und die Stimme des Sängers sind Balsam für die Ohren. Auch in diesem Song hört man wieder ungewöhnliche Instrumente, die dennoch super gut passen. Der langgezogene Chorus ist super gut aufgebaut. Klanglich ist der Song einfach perfekt!

Lukas Hinz

...hat Bock auf Medien, Fotografie, Journalismus und viel viel mehr. Wenn ich gerade nicht online bin, dann suche ich nach coolen Dingen, die mir vor die Linse springen oder sitze - ohne Internet - in der Bahn.

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