Foto: unsplash.com / Eric Nopanen

“TWINGO” und “NICHTS TUN” – Meine Songs der Woche

5 Minuten Lesezeit

Woche für Woche beschreibt unser Redakteur Lukas Hinz seine Einblicke & Ansichten in Songs, die ihn bewegen – inklusive Spotify-Link und Playlist zum dauerhaften Hören!

SONG 1: “TWINGO” von Fynn Kliemann.

Bild: fimbim (Fynn Kliemann) bei Instagram

Über FYNN: Fynn kommt aus einem kleinen Dorf zwischen Bremen und Hamburg. Der selbsternannte Heimwerkerking macht eigentlich alles. Er hat seine eigene Werbeagentur in Zeven, ist Autor, macht Videos im Kliemannsland (Ein Format von funk), ist Musiker, werkelt nebenbei mit Olli Schulz an seinem eigenen Hausboot und gewann 2019 die 1Live Krone in der Kategorie “Bester Newkommer”. Vor knapp einem Monat brachte er seinen ersten Film heraus, den man 24 Stunden auf einer eigens dafür entwickelten Kinoplattform anschauen kann. Die Kinos beteiligte er dabei mit 25% des Erlöses, dabei konnten die Zuschauer auswählen, in welchem Kino sie schauen wollen.

In dem Song fährt Fynn hellwach, mitten in der Nacht mit einem unbenannten Protagonisten an den “Arsch der Heide”, hält nebenbei noch an einer “Trauerweide” und vergisst, dass er Probleme hat. Falls der erste Plan, den er hat, nicht klappt, möchte er im zweiten anfahren und spielt das Spiel “Ich seh’ was, was du nicht siehst”. In der zweiten Strophe dann spricht er davon, dass “der Scheiß” im Fenster vorbeirauscht und die zwei Sorgen im Rückspiegel klein machen. Er spricht über sein Bedürfnis nach gelegentlichen High-Fives, und seine Fähigkeiten, im vorbeifahren einige Weiten zu erledigen.

Der Song zeigt die Realität von vielen Menschen. Sie sind nachts wach, mit dem Fokus ins nirgendwo. Sorgen werden kleiner und die Sehnsüchte größer. Während sie versuchen, ihre Sehnsüchte zu stillen erledigen sie schnell Dinge im vorbeifahren. Ich kenne das selber, ich freue mich auf etwas richtig doll, und versuche das schnellstmöglich zu erledigen. Nebenbei wird dann noch dies und das erledigt und viel drum und dran gemacht. Der Talk hier, das Foto da. So ist das halt. Aber man darf auch die Emotionen nicht vergessen, denn Fynn hat durchschnittlich 15 – 20 Projekte gleichzeitig am laufen, was natürlich sehr nervenaufreibend ist.

SONG 2: “NICHTS TUN” von BRUCKNER

Über BRUCKNER: Die beiden Brüder Jakob und Matti Bruckner machen Musik, die sich anfühlt wie ein Bad in Euphorie. Matti und Jakob sind zwei der fünf Kinder eines Musiklehrers, der diverse Chöre leitete. Die beiden gingen nach Regensburg, wo sie ihre Talente kombinierten und erste Songs schrieben und nun unter Vertrag bei Sony Music Entertainment Germany.

In dem Song beschreiben die Brüder einen Tag, in dem sie nicht rausgehen möchten. In der Wohnung gibt es keine Aussicht, aber trotzdem den besten Stoff. Sie sagen, dass man nicht in die News schauen sollen, da dort eh alles schlecht sei. Die Welt war betrunken, kommt mit dem Kater nicht klar. Es gäbe kein Nah, kein Gut, kein Richtig, nur Falsch. Sie stehen nicht auf, sie tragen einen stillen Protest gegen alles und jeden aus, haben noch niemanden verletzt und wollen Nemo nicht suchen, obwohl die Fische gegen die Scheiben schwimmen und sie immer breiter werdend dabei zuschauen.

Der Song beschreibt für mich eine isolierte Welt, in der die beiden Musiker abgekapselt sind. Sie haben keine Lust auf die Welt und bekiffen sich lieber zuhause. Genau so fühle ich mich manchmal auch. Zwar kiffe ich nicht, aber ich hab manchmal auch keine Lust auf die Welt und bleibe dann zuhause. Der Song ist aber auch instrumental direkt auf meinen Geschmack abgestimmt. 10 von 10 Punkten!

Du möchtest mehr hören? In zwei Wochen erzähle ich von den Songs, die mich in den kommenden zwei Wochen bewegt haben!

Hier geht’s noch zur Playlist!

Lukas Hinz

Neben Kaffee, meinem Handy und der Schule gehört eins zu meinem Alltag: Die Liebe zum Journalismus. Als 17-jähriger Hamburger Jung’ beschäftige ich mich vor allem mit Politik, Musik, Verkehr und Technik. Ich bin Mitglied der SPD, in einer christlichen Gemeinde aktiv und mache Social-Media für verschiedene Projekte.
Zwar bin ich kein direkter Hamburger, sondern eigentlich Niedersachse, aber das vergessen wir lieber ganz schnell wieder. ;)

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