Klimaschutz als Motto einer Klassenfahrt

in Audio/Bildung

Wie eine Schulklasse ein Zeichen setzen kann:

Seit einigen Monaten gehen Jugendliche aus der ganzen Welt auf die Straße, um für mehr Klimaschutz zu demonstrieren. Doch was heißt das eigentlich? Mehr Klimaschutz, wie geht das? Kann man nicht selbst bewusst das Klima schützen?

Die Terminale ES des Deutsch-Französischen Gymnasiums in Saarbrücken hat beschlossen, eine klimaschonende Klassenfahrt durchzuführen. Was das bedeutet, klären wir in diesem Artikel und in unserem Podcast, den ihr oben findet.

Motiviert arbeiten alle in Arbeitsgruppen, als wir vorbeikommen. In den letzten Tagen hat sich die Klasse in Arbeitsgruppen mit verschiedenen Themen beschäftigt. Die Organisationsgruppe hat sich ausführlich mit der Frage beschäftigt, wie genau man das Essen planen soll. Dazu hat sie einen Essensplan aufgestellt, der eher vegetarische Gerichte beinhaltet.

Der Umwelt-Gedanke verbindet sich mit einer sportlichen Klassenfahrt: Die Schüler haben vor, mit dem Fahrrad von Saarbrücken zum Bostalsee zu radeln. Übernachtet wird nicht etwa in Jugendherbergen, sondern in Zelten. Diese und andere infrastrukturelle Dinge werden aber mit einem kleinen Transporter mitgeführt – mit dem Fahrrad ist der Transport nicht möglich. Bei der Auswahl des Autos hat man nichts dem Zufall überlassen. Alexander Gross erklärt uns, dass mit dem gewählten Ford Transit ein besonders ausstoßarmes Modell ausgesucht wurde.

Eine andere Arbeitsgruppe hat sich zudem extra mit dem Thema des CO2-Ausgleiches beschäftigt. Lorenzo Chiarelli-Costa erklärt, dass die Klasse zum Ausgleich der Ausstöße Rotbuchen pflanzen möchte. Diese Baumart bindet besonders viel CO2. Die Ausgleichsmaßnahme würde etwas mehr als 20 Bäume beinhalten, die Klasse hat beschlossen, dass als Symbol alle 23 Schüler und die zwei Begleitlehrer einen Baum pflanzen. Dafür stehen die Schüler in Kontakt mit dem Saarbrücker Amt für Stadtgrün und Friedhöfe. Sie bitten um eine Fläche, auf der sie die Setzlinge pflanzen können.

Das Projekt muss natürlich auch finanziert werden. Es gibt mehrere saarländische, etablierte Unternehmen, die das Projekt unterstützen. Schüler der Klasse haben sich bereits mit manchen Sponsoren getroffen, nächste Woche ist auch Greenpeace Saarland dran. Bis jetzt sollen außer einer Ausnahme die Reaktionen auf das Klassenfahrt-Projekt sehr positiv ausgefallen sein. Denn das Projekt zeigt, wie aus den Forderungen der Schüler auch echte Taten folgen können.

Die klimaschonende Klassenfahrt ist ein Vorzeigeprojekt – diese Klasse kann eine echte Vorbildfunktion einnehmen. Los geht es voraussichtlich Anfang September. Folgt @dfg.lfa_klimaschutz auf Instagram, um während der Klassenfahrt auf dem Laufenden zu bleiben!

Wir sind Fabius & Francesco, die Chefredakteure von "Der Jungreporter".

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