Logo von "#WirVsVirus"
Logo des Hackathons "#WirVsVirus" der Bundesregierung - Quelle: wirvsvirushackathon.org

WirVsVirus: Wie geht es jetzt weiter?

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5 Minuten Lesezeit

Vom 20. bis 22. März dieses Jahres fand ein digitaler Wettbewerb, ein sogenannter Hackathon, statt. Unter dem Motto “#WirVsVirus” stellten sich mehr als 28.000 Teilnehmer den Herausforderungen von knapp 1.900 Ideengebern.
Daraus entstanden mehr als 1.500 Projekte, welche die Möglichkeit auf individuelle Förderungen erhielten. Dieses Projekt stand unter der Schirmherrschaft von Prof. Dr. Helge Braun, dem Chef des Bundeskanzleramtes. Er selbst sagte dazu:

Diese Teilnehmer haben in diesen Stunden das Internet wieder zu dem gemacht, was es einmal war: ein Begegnungsort der besten und offensten Art.

Prof. Dr. Helge Braun, Chef des Bundeskanzleramtes

Wir begleiten ein Gewinnerteam des Hackathons

Logo: RemedyMatch e.V.

Nach der Herausforderung des Hackathons begann bereits die nächste Herausforderung: Wie geht das Projekt weiter? Unser Interesse hatte schon seit Beginn das Projekt “RemedyMatch”, welches sich darauf spezialisierte, deutschlandweit den Bestand und Bedarf an medizinischen Schutzartikeln zusammenzuführen und zu möglichen Bedürftigen, wie beispielsweise Seniorenheimen oder Krankenhäusern, zu vermitteln. Für RemedyMatch stand sofort fest: Das Projekt geht weiter. Mit einem fast schon doppelt so großem Team als vor dem Hackathon, begannen sofort die weiteren Arbeiten, um möglichst schnell den “Go-Live”-Status zu erreichen.

Dafür sammelte sich jede Abteilung im Team, um über weitere Ideen und Entwicklungen zu brainstormen. Auch entschied man sich schnell dazu, einen gemeinnützigen Verein zur Trägerschaft des Projektes zu gründen. Neben dieser Gründung wurde ständig weiter am Release der Plattform gearbeitet. Auch wurden die ersten möglichen Spender und Bedürftige auf die Plattform aufmerksam. So wurde in kürzester Zeit die erste Spende realisiert.

Seniorenheim erhält erste Spende

Die erste Spende, welche über die Plattform von RemedyMatch vermittelt wurde, traf ein Altersheim in der Nähe von Frankfurt am Main. Die Spende kam in diesem Fall von der “German Edge Cloud”, einem Unternehmen, welches RemedyMatch auch in Form von Ressourcen für Webseite und Plattform unterstützt. Den Transport übernahm ein Teammitglied von RemedyMatch.

Soziales Engagement liegt uns am Herzen – aktuell besonders. Wir möchten dabei helfen, dass Menschen sich und andere schützen können und dafür die benötigten Mittel am richtigen Ort bereitstehen. Als Unterstützer des WirVsVirus Hackathons hat uns die Idee von RemedyMatch sofort begeistert. Einige unserer Mitarbeiter arbeiten dort bereits ehrenamtlich und helfen beim Aufbau der Plattform.

Dr. Sebastian Ritz, CEO der Spenderfirma German Edge Cloud

Die Schutzartikel wurden dabei dankend von der Leiterin des Seniorenheimes angenommen. Doch die Lage bleibt: Lange reichen diese Masken nicht. Es besteht immer noch dringender Bedarf in vielen Krankenhäusern, Seniorenheimen oder weiteren Einrichtungen. Um diesen zu decken, haben mögliche Spender*innen ab sofort die Möglichkeit, sich auf der Plattform RemedyMatch zu registrieren und ihre Spende anzumelden. Zum derzeitigen Zeitpunkt, hat der Spender die Möglichkeit, sich eine bedürftige Einrichtung auszusuchen und dann dorthin zu spenden. Der Transport muss dabei entweder von dem Spender oder dem Bedarfsträger organisiert werden. Doch das erste Konzept So möchte die Plattform eine möglichst einfache und trotzdem schnelle Vermittlung bieten.

RemedyMatch bei der ersten Spendenübergabe an einem Seniorenheim in Frankfurt am Main
Foto: RemedyMatch e. V.

Wie geht es jetzt weiter?

Weitere wichtige Schritte sind natürlich in Planung. Dazu zählen hauptsächlich die Arbeiten am Release der Plattform. RemedyMatch möchte aber auch andere Teams dazu motivieren, weiter an ihren Ideen und Projekten zu tüfteln. Das Team hinter RemedyMatch rät dabei ganz klar dazu, sich in einem Team zu finden und gemeinsam an Ideen zu arbeiten. Wir haben dazu die Meinung von zwei Teammitgliedern erhalten:

“Das pusht die erste Motivation. Danach braucht man sehr viel Glück bei den anderen Leuten. Aber wenn man es nicht versucht, dann kann man es auch nicht finden… Ich persönlich habe sehr viel gelernt und hoffe, dass wir weiterhin so gut arbeiten!”

Matúš Mala, RemedyMatch

Man muss unter der Prämisse arbeiten, dass es klappen wird. Außerdem muss man viele Stränge parallel bearbeiten, denn jeder davon kann das Aus bedeuten: Die Software an sich, Marketing und Partnerwerbung, Projektmanagement und -strategie, rechtliche Grundlagen und Personalrekrutierung. Insofern hilft es ungemein, wenn man Leute dabei hat, die sich bei Geschäftsentwicklung auskennen, und man insgesamt auf ein breit aufgestelltes Team zurückgreifen kann.

Melanie Uhlen, RemedyMatch

Beitragsbild: wirvsvirushackathon.org

Julian Kupfer

Ich bin Schüler an einer sächsischen Oberschule, 16 Jahre alt und strebe meinen Realschulabschluss an. Journalismus ist mein großes Hobby, obwohl ich später einen anderen Beruf - der nichts mit Journalismus zutun hat - erlernen möchte. Bei "Der Jungreporter" kümmere ich mich hauptsächlich um gesellschaftliche und technische Themen. Du hast Fragen oder Probleme? Per E-Mail erreichst du mich unter julian.kupfer@jungreporter.de!

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